Anfang des 21. Jahrhunderts erlebte die mallorquinische Immobilienbranche einen bis dato nicht gekannten Boom. Innerhalb weniger Jahre schossen die Quadratmeterpreise mit rekordverdächtigen 167 Prozent in ungeahnte Höhen. Plötzlich befand sich die Insel im Mittelmeer unter der Crème de la Crème der Wohngegenden. Millionenschwere Investoren aus dem Ausland und Superstars gaben sich in den Luxusvillen die goldene Klinke in die Hand. Den Höhepunkt erlebte der Immobilienboom zwischen 2006 und 2007, als die Balearen zur fünftteuersten Region Spaniens eingestuft wurden.
Doch die Zeiten sind vorbei. Sowohl die Weltwirtschaftskrise als auch die kritische Lage im spanischen Immobilienhandel hatten dunkle Wolken am mallorquinischen Grundstücksmarkt aufziehen lassen. Nach Jahren des Wachstums und der Hysterie machte sich nun erst mal Ernüchterung breit. Erstmals gingen die Verkaufszahlen und damit verbunden auch die Preise wieder zurück. Kleinere Maklerfirmen waren aus dem Markt wieder ausgetreten und selbst Branchengrößen mussten sich wohl oder übel verkleinern. Die Verunsicherung seitens der Käufer war einfach zu groß.
Jetzt, nach bangen Monaten des Wunden leckens, scheint sich der Markt wieder leicht zu erholen und Hoffnung macht sich breit. Die Immobilienmakler auf Mallorca haben jedenfalls wieder angefangen mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft zu blicken. Man rechne damit, dass sich die Konjunktur erhole und die Immobilienpreise endlich wieder steigen würden, ist aus Maklerkreisen zu vernehmen.